Montag, 29. Juni 2015

Adidasbrillen getestet unter Extrembedingungen

Mein erstes Mountainbike 24Stundenrennen der Heavy 24 entpuppte sich gleich als Sportbrillentest unter Extrembedingungen. Das Wetter zeigte sich in den 24 Stunden leider von seiner schlechten, regnerischen Seite, da es die Tage vorher auch schon viel geregnet hatte, war die ganze Strecke zusätzlich sehr sehr matschig. 

Ich bestritt das Rennen mit meinen 7 Teamfahrern und -innen. Hier möchte ich kurz schildern, welche Brillenkombination ich jeweils trug und wie ich diese empfand. Gleich vorab kann ich sagen, dass es nicht die perfekte Lösung gibt. Aber vielleicht einen guten Kompromiss.

1. Runde, Schlamm, kein Regen aber hohe Wahrscheinlichkeit, ca. 15°C - da ich bereits die Erfahrung gesammelt hatte, dass eine Adidasbrille mit Clip in Sehstärke bei Regen immer beschlägt, wählte ich den Clip für dieses Rennen generell ab. Da ich die Evil Eye von Adidas sonst aber perfekt zum Biken finde, entschied ich mich für Evil Eye mit orangen Gläsern und Kontaktlinsen in meiner Stärke.
Diese Kombination fand ich in der Situation super, die Kontaktlinsen schenkten mir gute Sicht, die Brille beschlug nicht und meine Augen waren vor dem Schlamm gut geschützt.

Brille Evil Eye orange Gläser, Kontaktlinsen


2. Runde, wie erste, aber bereits Dämmerung - alles war noch gut, außer in den Waldbereichen, dort hätte ich mir manchmal schon ein ganz weißes Glas gewünscht.


3. Runde, ca. 22Uhr, dunkel (fahren mit Licht), Schlamm, Regen - da ich in der Runde vor 3 Stunden das orange Glas bereits zu dunkel empfand, musste ich jetzt eine andere Lösung suchen. Ich habe für die Adidasbrille keine weißen Scheiben, deshalb wechselte ich auf eine sportliche Adidasbrille, die ich mit selbsttönenden Gläsern in meiner Sehstärke habe und verzichtete auf die Kontaktlinsen. Die Adidasbrille hat einen Kunststoffrahmen und ist ähnlich aber filigraner als die Evil Eye und trotzdem recht groß. Den Großteil der Runde kam ich mit der Brille ganz gut zurecht, aber bergauf und in den kritischen Wurzelpassagen beschlugen die Gläser. Gerade in den Wurzelpassagen benötigte ich aber optimale Sicht, um diese nachts mit Licht sicher und ohne Stürze zu passieren. Ich musste auf Grund der angelaufenen Gläser hier langsamer fahren, dass fand ich in dem Moment echt ärgerlich, denn wenn man schon als Optiker nicht die perfekte Brille findet…
Adidas Sportbrille mit Verglasung in Sehstärke, weiße Gläser

4. Runde, ca. 1Uhr, dunkel, extremer Schlamm, Regen - nun hatte ich nur noch eine normale Brille, die aber trotzdem recht sportlich ausgelegt ist im Gepäck. Es ist eine rahmenlose Brille mit ganz normalen hellen Gläsern in Sehstärke, die Gläser sind kleiner und schmaler, Luft kann oben und unten sehr gut zirkulieren. Dieses Modell stellte sich für mich in diesem Moment als die optimale Wahl heraus. Die Brille beschlug nicht, schenkte mir gute Sicht und schützte meine Augen vor dem Schlamm.
Rahmenlose Brille sehr guter Sitz, helle Gläser in Sehstärke

In den restlichen Runden am nächsten Vormittag entschied ich mich dann wieder für die Evil Eye mit orangen Scheiben und Kontaktlinsen. Mein Resume oder Tipp bei extremen Bedingungen mit Regen und schlechter Sicht oder in der Dunkelheit: ihr solltet ein ganz weißes Glas wählen und die Brille muss  ringsum eine ausreichende Zirkulation bieten (Abstand zur Haut mind. 1cm an allen Stellen) oft sind die Sportbrillen dafür leider zu groß. Von Clips mit Sehstärke, muss ich bei diesen Bedingungen leider ganz abraten. Man kann die Sehstärke in viele Sportbrillen auch direkt einschleifen oder ihr verwendet für diese speziellen Bedingungen eine sehr gut passende, sportliche normale Brille, die ihr dann auch in der Freizeit tragen könnt. Für Sonnenschein und trockenes Wetter sollte man eine Adidas Evil Eye dann auf jeden Fall wieder im Gepäck haben. Bei schnell wechselnden Licht- und Schattenverhältnissen punkten die Gläser mit sehr kontrastreicher Sicht.

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